Die Stadtpfarrkirche Weilheim mit Zwiebelturm, dahinter die Alpen
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Klausur des Pfarrgemeinderats · 10. Oktober 2026

Was wir aus der Umfrage machen

Ein Tag in Marnbach, fünf Themen und viele konkrete Vorhaben.

Titelbild: Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Weilheim. Foto: Pfarreiengemeinschaft Weilheim

571 Menschen haben bei unserer Umfrage „Kirche und ich – warum nich(†)?“ mitgemacht. Am Samstag, 10. Oktober 2026, hat sich der Pfarrgemeinderat einen ganzen Tag Zeit genommen, um gemeinsam mit Pfarrer Paul Igbo, Kaplan John Edosomwan und Annemarie Promberger über die Antworten zu beraten. Moderiert hat Diakon Christoph Schwarzer, Referent für Gemeindeentwicklung im Bistum Augsburg. Getagt haben wir im Alten Schulhaus Marnbach.

Hier lesen Sie, was dabei herausgekommen ist. Die Zahlen der Umfrage finden Sie auf der Seite Ergebnisse der Umfrage.

So sind wir vorgegangen

  1. VormittagInnehaltenEin geistlicher Impuls zum Bild vom alten und neuen Wein stand am Anfang.
  2. VormittagHinschauenDie Ergebnisse der Umfrage wurden mit Diagrammen vorgestellt, dazu die vielen frei geschriebenen Antworten.
  3. VormittagÜber den TellerrandGute Beispiele aus anderen Gemeinden und eigene Ideen aus den Antworten wurden vorgestellt und besprochen.
  4. NachmittagAnpackenIn Kleingruppen hielt jede Gruppe auf einem Plakat fest: Was brauchen die Menschen? Wie könnte es gehen? Was ist schwierig? Was tun wir konkret?
Plakat der Arbeitsgruppe Kirchenbild mit Spalten für Bedürfnis, Umsetzung und Schwierigkeit und vielen grünen Zetteln
Das Plakat der Gruppe „Kirchenbild“.
Handgeschriebenes Plakat der Arbeitsgruppe Glaube mit Bedürfnissen, Umsetzungen und konkreten Schritten
Das Plakat der Gruppe „Glaube“.

Fotos: Pfarreiengemeinschaft Weilheim

Fünf ThemenWas wir uns vorgenommen haben und was die Umfrage dazu sagt

Was wir uns vorgenommen haben

In jeder Karte steht zuerst, was wir uns vorgenommen haben, darunter, was die Umfrage dazu sagt.

1Kirchenbild

Das haben wir uns vorgenommen
  • Eine Serie in der Zeitung: „Angebote in der Kirche“. Jede Folge stellt eine Gruppe oder ein Angebot vor.
  • Der evangelische Kirchenrat und der Pfarrgemeinderat treffen sich. Dort stellen wir die Ergebnisse der Umfrage vor.
  • Über Taufe, Erstkommunion und Firmung in Kontakt bleiben: ein Tauftreff, Kommunionkinder zu den Ministranten einladen, Firmlinge in die Jugendgruppe.
  • Gottesdienste mit Zeit für Stille und guten Texten, auch mit Band oder als Nightfever.
  • Haltung zeigen, wenn es darauf ankommt.
Was die Umfrage dazu sagt

Viele kennen die Gruppen, gehen aber nicht hin. Den Pfarrgemeinderat kennen 28 % gar nicht (Umfrage, Punkt 7).

Am wichtigsten ist den Menschen ein „Ort der Ruhe und Besinnung“: 61 % (Umfrage, Punkt 2).

2Kinder, Jugend und Familie

Das haben wir uns vorgenommen
  • Helferinnen und Helfer persönlich ansprechen und Aufgaben mit klarem Ende anbieten, zum Beispiel beim Krippenspiel.
  • Ein offener Treff für die 7. und 8. Klasse im Pfarrheim, mit den Jugendlichen gemeinsam geplant.
  • Ein Familienwochenende auf dem CVJM-Hof und eine Familiengruppe, die sich viermal im Jahr trifft.
  • Jugendgottesdienste, die Jugendliche mitgestalten.
  • Gezielt werben: über Kindergärten, Pfarrbrief und für Jugendliche über Messenger.
Was die Umfrage dazu sagt

Familien mit Kindern wünschen sich vor allem Angebote für Kinder und Familien.

Viele würden mitmachen, wenn sie gefragt werden und die Aufgabe zeitlich überschaubar ist (Umfrage, Punkt 5).

3Glaube

Das haben wir uns vorgenommen
  • Rosenkranz und Anbetung auf der Internetseite und im Pfarrbrief bekannter machen.
  • Einen Alphakurs anbieten, mit Unterstützung des Bistums.
  • Bei Beerdigungen auf Wunsch ein Requiem anbieten.
  • Kurze, klare Predigten und eine sorgfältige Liturgie mit zwei Lesungen und Psalm.
Was die Umfrage dazu sagt

In den freien Texten wünschen sich viele mehr Gebet und Anbetung, mehr Bibel und dass die Traditionen bleiben.

41 % sagen: „Die Tradition bewahren – nicht alles muss sich ändern“ (Umfrage, Punkt 3).

4Gottesdienste

Das haben wir uns vorgenommen
  • Die bestehenden Gottesdienste bleiben. Mehr Termine sind mit dem heutigen Personal nicht möglich.
  • Die Gottesdienste besser bekannt machen: Zeitung, Internetseite, soziale Medien.
  • Die Übertragung der Sonntagsmesse im Internet bleibt.
  • Moderne, kurze Gottesdienste gibt es weiterhin.
  • Über die Orgelmusik sprechen wir mit dem Organisten.
  • Die Zeiten für Beerdigungen berät das Pastoralteam.
Was die Umfrage dazu sagt

36 % wünschen sich „Modernere, kürzere Gottesdienste“ (Umfrage, Punkt 4).

Gleichzeitig wollen viele das Gewohnte behalten. Neue Formen sollen deshalb dazukommen und nichts ersetzen.

5Begegnung und Begleitung

Das haben wir uns vorgenommen
  • Ein Markt der Gruppen am Marienplatz, bei dem sich auch der Pfarrgemeinderat vorstellt.
  • Ein Treff im Pfarrheim nach dem Gottesdienst.
  • Geburtstagsbesuche und Nachbarschaftshilfe, Junge und Ältere gemeinsam.
  • Eine Trauerbank am Friedhof. Ob ein Trauercafé gewünscht ist, klären wir.
  • Kirche in der Natur: Wanderung oder Radtour mit Gottesdienst.

Die einzelnen Schritte legt der Pfarrgemeinderat noch fest.

Was die Umfrage dazu sagt

57 % wünschen sich „Hilfe für Menschen in Not (Einsamkeit, Armut, Trauer)“ (Umfrage, Punkt 2).

Am liebsten würden die Menschen bei „Soziales / Besuche“ helfen: 44 % (Umfrage, Punkt 5).

Was fast jede Gruppe genannt hat

  • Mitarbeitende finden. Die Umfrage zeigt: Viele würden mitmachen, wenn man sie persönlich fragt und die Aufgabe zeitlich begrenzt ist.
  • Angebote bekannter machen. Über den Pfarrbrief, die Zeitung, die Internetseite und für Jüngere über Messenger.
  • Orte und Formen für Begegnung. Der Marienplatz als Ort für Kirche in der Stadt, Nightfever, Räume für Jugendliche.

Wie es weitergeht

  1. In seiner nächsten Sitzung legt der Pfarrgemeinderat für jedes Vorhaben fest, wer es übernimmt und bis wann.
  2. Wir vereinbaren ein Treffen mit dem evangelischen Kirchenrat und stellen dort die Ergebnisse der Umfrage vor.
  3. Wir fragen beim Bistum einen Alphakurs an.
  4. Über die Orgelmusik sprechen wir mit dem Organisten, über die Zeiten für Beerdigungen berät das Pastoralteam.
  5. Für das Thema „Begegnung und Begleitung“ legen wir die ersten Schritte noch fest.
  6. Über die Fortschritte berichten wir im Pfarrbrief, in der Zeitung und auf dieser Seite.

Machen Sie mit! Was jetzt folgt, braucht viele Hände. Wer bei einem der Vorhaben mitmachen möchte, auch nur für eine begrenzte Zeit, meldet sich bitte im Pfarrbüro oder bei einem Mitglied des Pfarrgemeinderats.

Pfarrer Paul Igbo und der Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Weilheim