Was die Menschen in unseren fünf Gemeinden über Kirche denken und was sie sich wünschen.
Titelbild: Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Weilheim, dahinter die Alpen. Foto: Pfarreiengemeinschaft Weilheim
Herzlichen Dank an alle 571 Menschen, die mitgemacht haben!
Pfarrer Paul Igbo und die Pfarreiengemeinschaft Weilheim
Angeregt durch Pfarrer Paul Igbo hat der Gesamtpfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Weilheim
die Umfrage „Kirche und ich – warum nich(†)?“ ins Leben gerufen und umgesetzt.
Gefragt wurde, was die Menschen von ihrer Kirche erwarten, was sie stört und wo sie mitmachen würden.
Vom 15. Juli 2026 bis zum 5. Oktober 2026 konnte jede und jeder mitmachen.
571 Menschen haben mitgemacht.
Befragungszeitraum: 15. Juli bis 5. Oktober 2026
Ein Beispiel: „63 %“ heißt: Stellen Sie sich 100 von ihnen vor. 63 davon haben so geantwortet.
Die Zahlen gelten für die Menschen, die mitgemacht haben. Sie gelten nicht für ganz Weilheim.
Die Balken zeigen dieselbe Zahl als Bild.
Nicht alle haben jede Frage beantwortet. Bei jeder Frage steht, wie viele es waren.
Manchmal durfte man mehrere Kreuze machen. Dann ergeben alle Zahlen zusammen mehr als 100 %.
Vor Ort
Aus allen fünf Gemeinden
Die Umfrage lief in allen fünf Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Weilheim.
So viele Menschen haben aus jedem Ort mitgemacht:
Weilheim
Mariä Himmelfahrt und St. Pölten
449 Menschen
Unterhausen
Mariä Heimsuchung
14 Menschen
Marnbach
St. Michael
21 Menschen
Deutenhausen
St. Johannes
18 Menschen
Umgebung
wohnen außerhalb der fünf Orte
54 Menschen
15 Menschen haben ihren Wohnort nicht angegeben. Zusammen sind es 571. Im Fragebogen stand nur „Weilheim“. Darum zählen die zwei Weilheimer Pfarreien zusammen.
Die Ergebnisse der UmfrageWas 571 Menschen geantwortet haben
Auf einen Blick
Das Ergebnis in acht Punkten
Jeder Balken zeigt, wie viel Prozent so geantwortet haben. Darunter steht, was das heißt. Bei Fragen mit mehreren Kreuzen ergeben die Balken zusammen mehr als 100 %.
1Geantwortet haben vor allem die Kirchennahen
Ergebnis
Kirche ist ein wichtiger Teil meines Lebens63 %
gehen wöchentlich oder regelmäßig in die Kirche48 %
Was das heißt
Über Menschen mit wenig Nähe zur Kirche sagt die Umfrage nur wenig, denn von ihnen gibt es nur wenige Antworten: 18 Menschen sagen, Kirche spiele für sie keine Rolle. 24 waren im letzten Jahr gar nicht in der Kirche.
Kritik und Wünsche kommen also überwiegend von Menschen, die bleiben wollen.
2Kirche soll Ruhe, Hilfe und Gemeinschaft bieten
Ergebnis
Ort der Ruhe und Besinnung61 %
Hilfe für Menschen in Not (Einsamkeit, Armut, Trauer)57 %
Gemeinschaft und Zusammenhalt im Ort fördern56 %
kulturelle Angebote16 %
Was das heißt
Die Erwartung richtet sich auf das Kerngeschäft: ein Ort der Stille, Zusammenhalt im Ort und Beistand für Menschen in Not. Kulturelle Angebote liegen weit dahinter: 16 %.
Kirche wird hier weniger an Veranstaltungen gemessen als daran, ob sie da ist, wenn man sie braucht.
3Zufrieden vor Ort, Wünsche an die Kirche insgesamt
Ergebnis
Frauen und Laien mehr Verantwortung geben54 %
Skandale aufarbeiten und glaubwürdig handeln49 %
nichts stört, ich bin zufrieden45 %
Die Tradition bewahren – nicht alles muss sich ändern41 %
Zu wenig Mitsprache für Laien und Frauen29 %
Was das heißt
Die Kritik gilt weniger der Arbeit in Weilheim als der Kirche insgesamt.
Der Wunsch nach Neuem und der Wunsch zu bewahren stehen nebeneinander. Beides wird oft genannt.
4Öfter kommen: zwei Wünsche stehen vorn
Ergebnis
Es müsste sich grundsätzlich etwas an der Institution Kirche ändern38 %
Modernere, kürzere Gottesdienste36 %
Nichts – es passt so wie es ist / Kirche ist nichts für mich27 %
Persönliche Einladung von jemandem den ich kenne10 %
Was das heißt
Am häufigsten sagen die Menschen: Die Kirche als Ganzes müsste sich ändern. Fast genauso oft wünschen sie sich modernere, kürzere Gottesdienste.
Gleichzeitig wollen viele das Gewohnte behalten (Punkt 3). Das spricht eher für ein zusätzliches Angebot als für einen Ersatz.
5Viele würden mitmachen, wenn die Bedingungen passen
Ergebnis
Hindernis: Zeitmangel durch Beruf und Familie74 %
können sich vorstellen mitzumachen61 %
würden helfen bei Soziales / Besuche44 %
Hindernis: Angst, dann „immer dran“ zu sein40 %
würden helfen bei Feste / Events39 %
Vielleicht, wenn ich gefragt werde20 %
Was das heißt
Die Bereitschaft ist groß, aber an Bedingungen geknüpft: Es muss ansprechen, es muss zeitlich überschaubar sein, und man will gefragt werden.
Es fehlt vor allem ein Einstieg ohne Dauerverpflichtung.
6Der Pfarrbrief trägt die Information
Ergebnis
Pfarrbrief71 %
Schaukasten38 %
Mundpropaganda35 %
Webseite32 %
Vermeldungen im GD31 %
erfahren gar nichts11 %
Was das heißt
Der Pfarrbrief ist mit Abstand der wichtigste Weg.
Wer geantwortet hat, steht der Kirche meist nahe (Punkt 1). Das prägt auch diese Zahlen: Wer wenig Kontakt hat, erfährt vielleicht auch auf anderen Wegen weniger.
7Gottesdienste kennt man, Gruppen und Gremien weniger
Ergebnis
kennen den Pfarrer gut47 %
kennen den Pfarrgemeinderat gar nicht28 %
kennen die Krippenbaugruppe nicht27 %
kennen den Pfarrgemeinderat gut24 %
kennen AK Feste/Reisen nicht23 %
Was das heißt
Selbst in diesem kirchennahen Kreis kennen bis zu 27 % einzelne Gruppen nicht. Es fehlt eher an Bekanntheit als an Angeboten. Der Pfarrgemeinderat ist als Gremium deutlich weniger persönlich bekannt als der Pfarrer.
8Wer oft kommt, kennt mehr
Ergebnis
Kindergarten hat die Beziehung zur Kirche positiv beeinflusst (von denen, für die die Frage zutraf)67 %
Am engsten hängt der Kirchgang zusammen mit Pfarrer, Sprachen-Gottesdienst, Sakramenten, Kinderkirche und Ökumene. Auffällig lose: Krankenhausteams.
Was das heißt
Gottesdienst-Angebote erreichen vor allem die, die ohnehin kommen.
Andere Gruppen erreichen auch Menschen, die seltener in der Kirche sind. Sie sind die Verbindungen zu denen, die in dieser Umfrage kaum vertreten sind.
Zusammenhang heißt dabei nicht Ursache.
Schwerpunkt
Welche Themen sind den Menschen wichtig?
Wir haben alle Kreuze und alle Texte nach Themen sortiert.
Ein Mensch zählt bei jedem Thema mit, zu dem er etwas angekreuzt oder geschrieben hat.
Darum sind die Zahlen hier größer als bei den einzelnen Fragen. Gezählt sind alle Menschen, die mitgemacht haben.
GemeinschaftNähe zu den MenschenKinder und FamilienMitmachen
Beim Annafest am 19. Juli 2026. Foto: Pfarreiengemeinschaft Weilheim
Gemeinschaft & Zugehörigkeit fördern82 %Das heißt: Das Miteinander im Ort stärken.
Seelsorge & Nähe zu den Menschen79 %Das heißt: Zuhören und für die Menschen da sein.
Glaube & Spiritualität stärken76 %Das heißt: Den Glauben leben und zur Ruhe kommen.
Partizipation, Synodalität & Kirchenbild56 %Das heißt: Mitreden, gemeinsam beraten und wie man Kirche sieht.
Gottesdienstorganisation weiterentwickeln53 %Das heißt: Den Gottesdienst anders planen und gestalten.
Persönliche Hürden & andere Bindungen29 %Das heißt: Eigene Gründe, zum Beispiel keine Zeit oder andere Bindungen.
Kommunikation, Transparenz & Sichtbarkeit21 %Das heißt: Besser informieren, offen berichten und sichtbar sein.
Glaube feiern wir gemeinsam: Gottesdienst im Freien. Foto: Pfarreiengemeinschaft Weilheim
Im Detail
Die Fragen und Antworten im Detail
Jede Karte zeigt alle Antworten, nach Größe sortiert. Die Zahl ist der Anteil in Prozent derer, die die Frage beantwortet haben. Gleichbedeutende Antworten aus älteren Fassungen des Fragebogens sind zusammengefasst. Tippen Sie auf eine Karte, dann sehen Sie die Frage im Wortlaut. Zum Vergleich: Fragebogen als PDF.
Welche Rolle spielt Kirche im Leben der Menschen?
Kirche ist ein wichtiger Teil meines Lebens63 %
Ich stehe der Kirche kritisch gegenüber, aber nicht ablehnend18 %
Ich schätze Kirche für bestimmte Anlässe (Weihnachten, Taufe, Beerdigung)14 %
Kirche spielt für mich persönlich keine Rolle3 %
Ich bin offen/neugierig, habe aber wenig Berührungspunkte2 %
Im Fragebogen stand: „Kirche und ich“
Ein Kreuz553 Antworten
Kurz gesagt
Für 63 % ist die Kirche ein wichtiger Teil ihres Lebens. 18 % sehen die Kirche kritisch, lehnen sie aber nicht ab. Nur 18 Menschen sagen, Kirche spiele für sie keine Rolle.
Wie oft gehen die Menschen in eine Kirche?
Wöchentlich / Regelmäßig48 %
Monatlich / Mehrmals34 %
Einmal / 1–2 Mal13 %
Gar nicht4 %
Hin und wiederunter 1 %
Im letzten Jahr, in Weilheim.
Im Fragebogen stand: „Wie oft haben Sie in den letzten 12 Monaten eine Kirche in Weilheim besucht – egal aus welchem Grund?“
Ein Kreuz551 Antworten
Kurz gesagt
48 % gehen wöchentlich oder regelmäßig in die Kirche, 34 % monatlich oder mehrmals. Nur 24 Menschen waren im letzten Jahr gar nicht da. Die Umfrage hat also vor allem Menschen erreicht, die oft kommen.
Was müsste passieren, damit Menschen öfter zu Angeboten der Kirche kommen?
Es müsste sich grundsätzlich etwas an der Institution Kirche ändern38 %
Modernere, kürzere Gottesdienste36 %
Nichts – es passt so wie es ist / Nichts – Kirche ist nichts für mich27 %
Angebote für meine Lebenssituation (junge Eltern, Trauer, Einsamkeit)19 %
Mehr Veranstaltungen außerhalb der Kirche (Natur, Kultur, Sport)19 %
Andere Zeiten (abends, unter der Woche)10 %
Persönliche Einladung von jemandem den ich kenne10 %
Im Fragebogen stand: „Was müsste passieren, damit Sie (öfter) in eine Veranstaltung der Kirche kommen würden?“
Bis zu drei Kreuze508 Antworten
Kurz gesagt
Am häufigsten sagen die Menschen: Die Kirche als Ganzes müsste sich ändern (38 %). Fast genauso oft wünschen sie sich modernere, kürzere Gottesdienste (36 %).
Was stört die Menschen an der Kirche in Weilheim?
Nichts – ich bin zufrieden45 %
Zu wenig Mitsprache für Laien und Frauen29 %
Zu konservativ / weltfremd24 %
Zu wenig Transparenz (Finanzen, Entscheidungen)19 %
Umgang mit Missbrauchsfällen16 %
Kirchensteuer für Leistungen die ich nicht nutze12 %
Ich habe keinen Bezug, mich stört auch nichts9 %
Glockenläuten / Veranstaltungslärm1 %
Im Fragebogen stand: „Gibt es etwas, was Sie an der Kirche in Weilheim stört?“
Mehrere Kreuze464 Antworten
Kurz gesagt
Die größte Gruppe ist zufrieden (45 %). Wer etwas kritisiert, nennt am häufigsten „Zu wenig Mitsprache für Laien und Frauen“ und „Zu konservativ / weltfremd“.
Was müsste sich an der Kirche ändern, damit sie mehr Menschen wichtig ist?
Frauen und Laien mehr Verantwortung geben54 %
Skandale aufarbeiten und glaubwürdig handeln49 %
Mehr auf die Bedürfnisse junger Menschen eingehen44 %
Offener und weniger formell auftreten42 %
Die Tradition bewahren – nicht alles muss sich ändern41 %
Sich stärker für soziale Gerechtigkeit einsetzen32 %
Im Fragebogen stand: „Was müsste sich an der Kirche ändern, damit sie für mehr Menschen relevant wird?“
Mehrere Kreuze290 Antworten
Kurz gesagt
Ganz oben stehen „Frauen und Laien mehr Verantwortung geben“ und „Skandale aufarbeiten und glaubwürdig handeln“. Aber auch 41 % sagen: „Die Tradition bewahren – nicht alles muss sich ändern“. Viele wollen beides: Neues und Bewährtes.
Wie erfahren die Menschen, was in der Pfarrei los ist?
Pfarrbrief71 %
Schaukasten38 %
Mundpropaganda35 %
Webseite32 %
Vermeldungen im GD31 %
Gar nicht11 %
Signal / WhatsApp5 %
Weilheimer Tagblatt1 %
Flyer / Plakateunter 1 %
Instagram / Facebookunter 1 %
Im Fragebogen stand: „Wie erfahren Sie, was in der Pfarrei los ist?“
Mehrere Kreuze550 Antworten
Kurz gesagt
Der Pfarrbrief ist der wichtigste Weg: 71 % erfahren so, was los ist. Danach kommen „Schaukasten“, „Mundpropaganda“ und „Webseite“. 11 % erfahren gar nichts.
Wer würde bei einer Aktion oder einem Projekt mitmachen?
Ja, wenn es mich anspricht48 %
Vielleicht, wenn ich gefragt werde20 %
Eher nicht17 %
Ja, gerne13 %
Auf keinen Fall2 %
Auch ohne Mitglied der Kirche zu sein.
Im Fragebogen stand: „Könnten Sie sich vorstellen, bei einer Aktion oder einem Projekt mitzumachen – auch ohne Kirchenmitglied zu sein?“
Ein Kreuz490 Antworten
Kurz gesagt
61 % können sich vorstellen mitzumachen, die meisten davon, wenn es sie anspricht. Nur 12 Menschen sagen: auf keinen Fall.
Was hält Menschen davon ab, sich in der Gemeinde einzusetzen?
Zeitmangel durch Beruf und Familie74 %
Angst, dann „immer dran“ zu sein40 %
Die Strukturen sind zu starr / man wird nicht gefragt31 %
Die Themen der Kirche passen nicht zu meinem Leben23 %
Man weiß nicht, wo man anfangen soll21 %
Schlechte Erfahrungen oder Enttäuschungen18 %
Angst vor Dauer-Verpflichtung1 %
Man fühlt sich als Außenseiterunter 1 %
Im Fragebogen stand: „Was hindert Menschen daran, sich in der Gemeinde zu engagieren?“
Bis zu drei Kreuze505 Antworten
Gefragt war: Was glauben Sie, was andere abhält? Das gilt auch, wenn es auf Sie selbst nicht zutrifft.
Kurz gesagt
Der wichtigste Grund, den die Menschen bei anderen vermuten, ist fehlende Zeit (74 %). Viele fürchten auch, dann „immer dran“ zu sein (40 %).
Wobei würden die Menschen am liebsten helfen?
Soziales / Besuche44 %
Feste / Events39 %
Kinder / Jugend28 %
Musik26 %
Organisation23 %
Leitung einer Gruppe9 %
Technik / Webseite7 %
Im Fragebogen stand: „In welchem Bereich könnten Sie sich am ehesten einbringen?“
Mehrere Kreuze446 Antworten
Kurz gesagt
Am liebsten würden die Menschen helfen bei „Soziales / Besuche“, „Feste / Events“ und „Kinder / Jugend“. Eine Gruppe leiten möchten nur 9 %.
Was kann die Kirche für die Stadt tun?
Ort der Ruhe und Besinnung61 %
Hilfe für Menschen in Not (Einsamkeit, Armut, Trauer)57 %
Gemeinschaft und Zusammenhalt im Ort fördern56 %
Begleitung in Lebenskrisen (Krankheit, Tod, Trennung)39 %
Räume und Treffpunkte für Vereine und Gruppen aus der Gemeinde10 %
Keinen – Kirche sollte sich zurücknehmen1 %
Im Fragebogen stand: „Was Kirche für die Stadt tun kann?“
Die drei wichtigsten Punkte552 Antworten
Kurz gesagt
Am wichtigsten ist den Menschen: „Ort der Ruhe und Besinnung“, „Hilfe für Menschen in Not (Einsamkeit, Armut, Trauer)“ und „Gemeinschaft und Zusammenhalt im Ort fördern“. Kulturelle Angebote nennen nur 16 %.
Hat ein kirchlicher Kindergarten Ihre Beziehung zur Kirche beeinflusst?
Ja, positiv45 %
Nicht zutreffend32 %
Nein / kein Kontakt20 %
Ja, negativ3 %
Im Fragebogen stand: „Hat ein kirchlicher Kindergarten Ihre Beziehung zur Kirche beeinflusst?“
Ein Kreuz474 Antworten
Kurz gesagt
Von denen, für die die Frage zutraf, sagen 67 %: Der kirchliche Kindergarten hat die Beziehung zur Kirche positiv beeinflusst.
Was fehlt im eigenen Ortsteil?
Veranstaltungen die alle ansprechen (nicht nur Kirchgänger)38 %
Nichts – es passt so / Ich habe keinen Bezug zu meinem Ortsteil34 %
Ein Treffpunkt / Ort für Begegnung (nicht nur Gottesdienst)21 %
Im Fragebogen stand: „Die Kirchen in Weilheim sind auch Orte der Begegnung. Was fehlt Ihnen in Ihrem Ortsteil?“
Höchstens zwei Kreuze476 Antworten
Kurz gesagt
Am häufigsten fehlen Veranstaltungen, die alle ansprechen. Für die drei Dörfer liegen nur 14 bis 21 Fragebögen vor; die Zahlen gelten vor allem für Weilheim.
ProzessionAufbauBlumenteppich
Fronleichnam in Weilheim: Helfer bauen die Altäre auf und legen Blumenteppiche. Dann zieht die Prozession durch die Altstadt. Foto: Pfarreiengemeinschaft Weilheim
Bekanntheit
Welche Gruppen kennen die Menschen?
Gefragt wurde nach 25 Gruppen und Angeboten: Kennen Sie es? Nutzen Sie es? Die Zahlen gelten für alle, die zu dem jeweiligen Angebot geantwortet haben. Unter der Überschrift steht, wie man das Bild liest.
Wer kennt und nutzt welches Angebot?
So lesen Sie das Bild Jede Zeile ist ein Angebot. Der Balken steht für alle, die zu diesem Angebot geantwortet haben. Dunkelgrün heißt: nutze ich. Orange: nutze ich und wünsche mir mehr davon. Beige: kenne ich, nutze ich aber nicht. Rot: kenne ich nicht. Oben steht, was am meisten genutzt wird. Der farbige Punkt vor dem Namen zeigt den Bereich.
Balken:nutze ichnutze ich, wünsche mir mehrkenne ich, nutze nichtkenne ich nicht
Die Zahlen in den Balken und an der Achse sind Prozent.
Das sieht man Am meisten genutzt wird Sakramente (76 %). Die roten Stücke sind überall klein: Jedes Angebot kennen mindestens 73 %. Der große beige Teil bei vielen Gruppen zeigt: Man kennt sie, geht aber selbst nicht hin.
Generationen
Wie sehen es Jüngere und Ältere?
Hier steht, wo eine Gruppe deutlich anders geantwortet hat als alle anderen.
Wir zeigen nur Gruppen mit mindestens 15 Personen.
Jung und alt an einem Tisch beim Annafest. Foto: Pfarreiengemeinschaft Weilheim
Junge Menschen unter 30
Ohne eigene Kinder im Haushalt.
Junge Menschen unter 30 (55 Personen) wollen sich öfter bei Kindern und Jugendlichen einbringen: 65 %. Bei allen anderen sind es 23 %.
Sie wünschen sich öfter mehr Angebote außerhalb der Kirche, zum Beispiel in der Natur: 43 %. Bei allen anderen sind es 15 %.
Sie erfahren öfter über Signal oder WhatsApp, was los ist: 19 %. Bei allen anderen sind es 3 %.
Familien mit Kindern
Zwischen 20 und 69 Jahren, Kinder im Haushalt.
Familien mit Kindern (120 Personen) wollen sich öfter bei Kindern und Jugendlichen einbringen: 52 %. Bei allen anderen sind es 20 %.
Sie sagen öfter: Die Kirche soll Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien machen. Das sagen 58 %. Bei allen anderen sind es 30 %.
Sie vermissen öfter Angebote für junge Familien und Kinder im Ortsteil: 32 %. Bei allen anderen sind es 12 %.
Menschen über 70
Älter als 70 Jahre.
Menschen über 70 (149 Personen) erfahren öfter aus dem Pfarrbrief, was los ist: 91 %. Bei allen anderen sind es 64 %.
Sie gehen öfter wöchentlich oder regelmäßig in eine Kirche: 68 %. Bei allen anderen sind es 41 %.
Sie sagen öfter: Kirche ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Das sagen 79 %. Bei allen anderen sind es 57 %.
Bei dieser Gruppe gab es keinen deutlichen Unterschied zu den anderen: Menschen von 30 bis 49 ohne Kinder (26 Personen); Menschen von 50 bis 69 ohne Kinder (177 Personen).
Stimmen
Was haben die Menschen frei geschrieben?
342 Menschen haben frei geschrieben. Das sind zusammen 443 Texte, denn manche haben in beide Textfelder geschrieben.
Wir zeigen keine einzelnen Sätze. So schützen wir die Menschen. Hier steht in wenigen Sätzen, was zu jedem Thema geschrieben wurde.
Ein Text kann mehrere Themen haben. Einzelne Wünsche, die nur wenige nannten, fassen wir nicht zusammen.
Den Gottesdienst planen
32 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen wünschen sich weniger kirchliche Regeln und Starrheit.
Viele Menschen wünschen sich kürzere Gottesdienste und klare Predigten.
Viele Menschen fordern die Einbindung von Kindern, Jugendlichen und Senioren.
Viele Menschen wünschen sich modernere Musik und aktuelle Lieder.
Viele Menschen wünschen sich mehr Bezug zum Alltag.
Mitreden und wie man Kirche sieht
32 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen fordern das Aufbrechen starrer Strukturen und Rangordnungen.
Viele Menschen wünschen sich mehr Offenheit für moderne Formen und Themen.
Viele Menschen fordern mehr Mitsprache und Gleichberechtigung für Frauen.
Viele Menschen wünschen sich mehr Klarheit und einen ehrlichen Umgang.
Viele Menschen wollen Laien und Ehrenamtliche stärker einbinden und wertschätzen.
Glaube und Ruhe
27 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen wünschen sich mehr Gebet, Anbetung und Spiritualität.
Viele Menschen fordern mehr Fokus auf das Evangelium und die Bibel.
Viele Menschen wollen Traditionen und die kirchliche Identität bewahren.
Viele Menschen wollen die persönliche Beziehung zu Gott und Jesus stärken.
Viele Menschen wünschen sich eine bessere Gottesdienstgestaltung und Dauer.
Miteinander im Ort
24 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen wünschen sich mehr Gemeinschaft und Miteinander.
Viele Menschen wünschen sich eine offenere Willkommenskultur für neue Menschen.
Viele Menschen wünschen sich mehr Tiefe im Glauben.
Einige Menschen wünschen sich mehr Kontakt und Zusammenhalt für alle Altersgruppen.
Einige Menschen fordern mehr Zusammenarbeit mit anderen Kirchen.
Kinder, Jugend und Familien
23 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen wünschen sich die Jugendarbeit und Jugendangebote zu stärken.
Viele Menschen wünschen sich mehr Angebote für Kinder und Familien.
Viele Menschen wünschen sich kindgerechtere Gottesdienste mit moderner Musik.
Einige Menschen wünschen sich eine bessere Nutzung der Räume.
Einige Menschen fordern mehr Aufgaben und Beteiligung für Frauen.
Kirche und Gesellschaft
21 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen wünschen sich mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.
Viele Menschen wünschen sich mehr Bezug zu aktuellen Themen.
Viele Menschen wünschen sich mehr Offenheit und eine Willkommenskultur.
Viele Menschen wollen die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen stärken.
Viele Menschen fordern sichtbares Engagement für Menschen in Not.
Lob und Dank
13 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen sind zufrieden mit der Arbeit der Pfarrer.
Einige Menschen danken für das Engagement der Ehrenamtlichen.
Einige Menschen schätzen die vielfältigen kirchlichen Angebote.
Einige Menschen geben eine positive Rückmeldung zur Umfrage.
Einige Menschen nehmen die lebendige Gemeinde positiv wahr.
Zuhören und da sein
11 % haben dazu geschrieben
Viele Menschen wünschen sich mehr persönliche Nähe und direkten Kontakt.
Viele Menschen wünschen sich mehr Fokus auf Seelsorge statt auf Amtskirche.
Viele Menschen wünschen sich mehr Angebote für Ältere, Einsame und Kranke.
Einige Menschen fordern eine bessere Begleitung in Krisen und bei Problemen.
Einige Menschen wollen die Gemeinschaft durch soziale Formate und Begegnungen stärken.
Informieren und gesehen werden
7 % haben dazu geschrieben
Einige Menschen wünschen sich mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.
Einige Menschen fordern eine bessere digitale Kommunikation und Social Media.
Einige Menschen wünschen sich eine bessere Ansprache von Jugendlichen.
Einige Menschen wünschen sich bessere Infos über Engagement und Ansprechpartner.
Einige Menschen wollen die Website moderner machen und öfter aktualisieren.
Wie klingen die Texte?
Die Zahl sagt: So viel Prozent der 443 Texte klingen so. 64 Texte enthalten einen genauen Vorschlag.
Wunsch oder Vorschlag39 % der Texte
Kritik25 % der Texte
Lob und Dank15 % der Texte
Lob und Kritik gemischt14 % der Texte
Sachlich, ohne Wertung7 % der Texte
Was wir daraus machenDie Klausur des Pfarrgemeinderats am 10. Oktober 2026
Ausblick
Was der Pfarrgemeinderat sich vorgenommen hat
Am 10. Oktober 2026 hat der Pfarrgemeinderat einen ganzen Tag lang über diese Ergebnisse beraten und zu fünf Themen festgehalten, was wir konkret angehen: Kirchenbild, Kinder, Jugend und Familie, Glaube, Gottesdienste sowie Begegnung und Begleitung.
Hinter dieser Seite steckt die Arbeit vieler Menschen. 571 haben sich die Zeit genommen, den Fragebogen auszufüllen, 342 von ihnen haben zusätzlich aufgeschrieben, was ihnen wichtig ist. Dafür danken wir allen herzlich. Ihre Antworten sind die Grundlage für alles, was wir uns jetzt vorgenommen haben.
Wir danken allen, die Flyer und Fragebögen verteilt und in den Kirchen ausgelegt haben: den Ministrantinnen und Ministranten, den Gruppen und Gemeindeteams und den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats, die auf dem Kirchplatz Menschen angesprochen haben. Wir danken allen, die Papierbögen eingegeben und die vielen Antworten ausgewertet haben. Ohne diese Arbeit gäbe es keine Ergebnisse.
Pfarrer Paul Igbo hat die Umfrage angeregt und begleitet. Diakon Christoph Schwarzer hat die Klausur am 10. Oktober moderiert. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats haben einen ganzen Samstag lang beraten und aus den Antworten konkrete Vorhaben gemacht.
Was jetzt folgt, braucht wieder viele Hände. Wer bei einem der Vorhaben mitmachen möchte, auch nur für eine begrenzte Zeit, meldet sich bitte im Pfarrbüro oder bei einem Mitglied des Pfarrgemeinderats.
Pfarrer Paul Igbo und der Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Weilheim
AnhangWie wir gerechnet haben und was die Begriffe bedeuten
Hintergrund
So haben wir gerechnet
Wie lange lief die Umfrage? Vom 15. Juli 2026 bis zum 5. Oktober 2026. Diese Seite zeigt das Endergebnis mit allen 571 ausgewerteten Fragebögen.
Wurde jemand doppelt gezählt? Nein. Wer den Fragebogen mehrmals abgab, zählt nur einmal.
Und die Unterschiede zwischen Gruppen? Wir haben die Zahlen geprüft: Sie sind kein Zufall.
Nachschlagen
Kleines Wörterbuch
Anteil („X %“)
Von 100 Menschen, die diese Frage beantwortet haben, so viele.
Nennung
Ein Kreuz. Wo mehrere Kreuze erlaubt waren, zählt jedes Kreuz für sich.
Zusammenhang
Zwei Antworten kommen oft gemeinsam vor. Das heißt nicht, dass das eine das andere bewirkt.
„Kein Zufall“
Der Unterschied ist so deutlich, dass er nicht durch Zufall entstanden sein kann.
Mitte (Median)
Der Wert in der Mitte: Die Hälfte liegt darüber, die Hälfte darunter.
Freitext
Was jemand selbst in ein Feld geschrieben hat. Hier stehen daraus nur Themen, nie der Wortlaut.